Die FDP unterstützt die vom Regierungsrat vorgeschlagenen Anpassungen zur Weiterentwicklung der Polizeiorganisation im Kanton Aargau grundsätzlich. Die Stärkung der Regionalpolizeien sowie die klare Verankerung der Präventionsarbeit an Schulen sind aus Sicht der Freisinnigen richtige Schritte. Verbesserungsbedarf sieht die FDP jedoch bei der Aufgabenteilung bei Verkehrsunfällen.
Die FDP anerkennt die Sicherstellung der medizinischen Versorgung als zentrale staatliche Aufgabe. Gerät ein tatsächlich systemrelevantes Listenspital in existenzielle finanzielle Schwierigkeiten, muss der Kanton handeln. Dafür braucht es jedoch keinen neuen gesetzlichen Rettungsschirm. Das bestehende Finanzrecht bietet bereits heute genügend Möglichkeiten zum Eingreifen. Gleichzeitig darf der Grosse Rat bei finanzpolitisch weitreichenden Entscheiden nicht umgangen werden.
Eine breit abgestützte, parteiübergreifende kantonale Allianz aus FDP, SP, Grünen und GLP sowie Spitzen von Schweizerischem Städteverband und Aargauischer Industrie- und Handelskammer engagiert sich geschlossen für ein Ja zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung. Die Vorlage schafft die verfassungswidrige Heiratsstrafe ab, vereinfacht das Steuersystem nachhaltig und stärkt Erwerbsanreize, insbesondere für Zweitverdienende.
Parteipräsidentin Sabina Freiermuth blickte auf die erfreulichen Ergebnisse der Kommunalwahlen im Herbst 2025 zurück. Die Resultate zeigten, dass der freisinnige Kurs in den Gemeinden überzeugt und die FDP breit abgestützt sei. Gleichzeitig wies sie auf den Abstimmungssonntag vom 8. März 2026 hin und rief die Mitglieder zur aktiven Mobilisierung im persönlichen Umfeld auf. Im Hinblick auf die Eidge-nössischen Wahlen 2027 lädt sie die Aargauer Parteien ein, sich in Eigenverantwortung bei der Unter-listenzahl zu beschränken.